Der Bitcoin-Kurs hat zuletzt spürbar nachgegeben, getrieben von Kapitalabflüssen aus Krypto-Produkten. Nach den Rekordständen der vergangenen Monate ist das für viele Anleger ein Schreckmoment. Doch ein nüchterner Blick lohnt sich mehr als die Aufregung, die solche Schlagzeilen begleiten.

Was passiert ist

Anleger ziehen Kapital aus Krypto-Produkten ab, was den Kurs belastet. Solche Korrekturphasen gehören bei Bitcoin zur Normalität: Die gesamte Kursgeschichte ist von heftigen Ausschlägen in beide Richtungen geprägt. Wer Bitcoin länger verfolgt, hat schon mehrere solcher Phasen gesehen, gefolgt von Erholungen ebenso wie von längeren Durststrecken.

Was das für Schweizer Anleger bedeutet

Ruhe bewahren. Wer Bitcoin als langfristige Position hält, für den ist eine Korrektur kein automatisches Verkaufssignal. Die entscheidende Frage ist nicht “Wie tief fällt der Kurs?”, sondern “Hat sich an meiner langfristigen These etwas geändert, oder nur am Preis?” Meist ist es nur der Preis.

Der oft vergessene Steueraspekt. In roten Phasen lohnt eine Erinnerung an die Schweizer Regeln: Kursgewinne aus privatem Krypto-Handel sind steuerfrei, im Gegenzug sind Kursverluste aber nicht abzugsfähig. Ein Verlust auf dem Papier bringt also keinen Steuervorteil, anders als in manchen Ländern mit Kapitalgewinnsteuer.

Für Sparplan-Anleger sogar eine Chance. Wer über einen Sparplan (Dollar-Cost-Averaging) regelmässig kauft, profitiert von tieferen Kursen, es werden mehr Coins fürs gleiche Geld gekauft. Genau dafür ist diese Strategie gemacht.

Fazit

Korrekturen sind bei Bitcoin keine Ausnahme, sondern die Regel. Für langfristig orientierte Schweizer Anleger ändert eine Kursdelle wenig an der grundsätzlichen Entscheidung, sofern diese auf einer durchdachten These und nicht auf der Hoffnung auf schnelle Gewinne beruht.

Quelle: cash.ch


Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar. Kryptowährungen sind hochvolatil.